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Die schwimmen lernen wollten



Zwei kleine Jungen lebten einmal an einem großen Fluß. Ob es der Rhein oder die Wolga, ob der Nil oder gar der Amazonas war, ist mir schon entfallen. Die beiden wollten leidenschaftlich gern schwimmen lernen.

Der eine stand am frühen Morgen auf und ging zum Fluß. Er beobachtete stundenlang, wie die anderen schwammen. Er beobachtete sie einen Tag, eine Woche, einen Monat lang, konnte aber nicht schwimmen lernen.

Der andere stand auch am frühen Morgen auf und ging auch zum Fluß. Er beobachtete aber die Schwimmenden nicht. Er ging ins Wasser und gab sich Mühe, selber zu schwimmen. Es kostete ihn aber große Mühe und am Anfang machte er kaum Fortschritte. Erst nach einer Woche konnte er schon ein paar Meter ganz selbständig schwimmen. Nach einem Monat ging es schon viel besser. Nach einigen Monaten konnte er schon wie ein Fisch schwimmen.

So ist es auch mit einer Fremdsprache. Wenn du nur zuhörst, und sogar sehr aufmerksam, lernst du die Sprache verstehen. Wenn du schreibst, lernst du schreiben. Aber wenn du die Sprache wirklich sprechen willst, mußt du sprechen. Am Anfang wirst du sicher noch viele Fehler machen. Ja, aller Anfang ist schwer. Aber jeden Tag wirst du besser, und dein Wortschatz wird reicher.

Lorelei (eine Volkssage)

Nicht weit von der Stadt Kaub stehen am Ufer des Rheines hohe Felsen. Schwer war hier die Fahrt in alten Zeiten und gefährlich. Auf dem Felsen saß oft die Lorelei, die schöne Nixe des Rheines. Sie hatte reiche Kleidung, schönes Haar und wunderbare Stimme. Viele Schiffer zerbrachen hier an den Felsen.

Eines Tages fand auch ein junger Ritter seinen Tod im Rhein. Sein Vater suchte lange den einzigen Sohn. Endlich erfuhr er von seinem Tod am Loreleifelsen. Darüber erzählte ihm eine alte Frau, die zufällig alles gesehen hatte.

Der alte Ritter lief mit seinen Leuten den Felsen hinauf. Die Nixe sah die Männer. Sie drohten ihr. Da rief sie laut: Vater, hilf mir!. Die Wasser des Rheines stiegen hoch. Lorelei sprang auf eine Welle wie auf ein Pferd und verschwand im Wasser. Seit dieser Zeit sieht man die schöne Lorelei nicht mehr.



Die Fremdsprache

Ein Märchen

In der Schweiz lebte einmal ein Graf. Er hatte nur einen einzigen Sohn, aber der war dumm und wollte nichts lernen. Da sprach sein Vater zu ihm: Mein lieber Sohn, du mußt fort von hier. Ich will dich zu einem Lehrer schicken, der soll dich unterrichten. Ich möchte einen klugen Sohn!

Der Junge zog also in eine andere Stadt und blieb ein Jahr bei dem Lehrer. Danach kam er wieder nach Hause zurück, und sein Vater fragte: Nun, mein Sohn, du warst ein Jahr fort. Was hast du denn in dieser Zeit gelernt? Er antwortete: Vater, ich kann jetzt bellen wie die Hunde, ich verstehe ihre Sprache. Da rief der Graf zornig: Was? Sonst hast du nichts gelernt? Fort von hier, du bist nicht mehr mein Sohn! Ich will dich in meinem Haus nicht mehr sehen!

Da verließ der Junge sein Vaterhaus und wanderte viele Tage und Wochen. Einmal kam er zu einer Burg. Es war schon Abend, und er wollte die Nacht hier bleiben. Ja, sagte der Burgherr, da unten in dem Turm kannst du schlafen. Es ist allerdings gefährlich. Drei wilde Hunde leben dort, die fressen auch Menschen. Alle Leute haben Angst vor ihnen. Aber der Junge hatte keine Angst und ging in den Turm.



Am nächsten Morgen kam er wieder heraus und war gesund. Da sprach er zum Burgherrn: Ich habe mit den Hunden gesprochen, ich spreche ihre Sprache. Diese Hunde waren früher Menschen. Jetzt müssen sie dort einen Schatz bewachen. Diesen Schatz sollen wir herausholen. Da freute sich der Burgherr und sagte: Dann geh und hol den Schatz! Der Junge stieg wieder hinunter und brachte wirklich eine Kiste Gold herauf.

Von diesem Tag an sah und hörte man die Hunde nicht mehr, und die Leute konnten wieder ohne Angst leben. Der Burgherr aber nahm den Jungen wie einen Sohn auf, und beide lebten noch lange und waren glücklich und zufrieden.


Wer bin ich?

Wer bin ich?

Wer bin ich denn?

Bin ich ...?

Oder bin ich ...?

Bin ich vielleicht..

Ach was

ICH BIN.

Denk-spiel

(nach Descartes)

ich denke, also bin ich.

ich bin, also denke ich.

ich bin also, denke ich.

ich denke also: bin ich?

Timm Ulrichs

Die Lieb

Woher sind wir geboren?

Aus Lieb.

Wie wären wir verloren?

Ohn Lieb.

Was hilft uns überwinden?

Die Lieb.

Kann man auch Liebe finden?

Durch Lieb.

Was läßt nicht lange weinen?

Die Lieb.

Was soll uns stets vereinen?

Die Lieb.

Johann Wolfgang Goethe



Ich bin Ausländer

Ich bin Ausländer und spreche nicht gut Deutsch.

Ich bin Ausländer und spreche nicht gut Deutsch.

Bitte, langsam! Bitte, langsam!

Bitte, sprechen Sie doch langsam!

Ich bin Ausländer und spreche nicht gut Deutsch.

Ich bin Ausländer und spreche nicht gut Deutsch.

Ich bin Ausländer und spreche nicht gut Deutsch.

Ich versteh' nicht, was Sie sagen.

Ich versteh' nicht, was Sie sagen.

Ich bin Ausländer und spreche nicht gut Deutsch.

Wo haben Sie Deutsch gelernt?

Herr Obermeyer: Wo haben Sie Deutsch gelernt?

Lucia: Durch Lieder und Gesang,

und in der Schule.

Herr Obermeyer: Sie sprechen sehr gut Deutsch.

Lucia: Nein, ich sprech' noch nicht gut.

Herr Obermeyer: Doch! Sie sprechen wirklich sehr, sehr gut.

Lucia: Danke, das freut mich.


Kommen Sie aus Tokio?

Herr Knabe: Guten Abend. Ich heiß' Knabe.

Herr Watanabe: Freut mich! Jonny Watanabe.

Herr Knabe: Wie ist Ihr Name?

Herr Watanabe: Watanabe!

Herr Knabe: Wie ist Ihr Name?

Herr Watanabe: Watanabe!

Herr Knabe: Kommen Sie aus Tokio?

Herr Watanabe: Nein, ich komm' aus Buffalo.

Herr Knabe: Seit wann sind Sie hier in Trier?

Herr Watanabe: Ich bin erst seit gestern hier.

Herr Knabe: Oh, Ihr Deutsch ist wirklich gut.

Herr Watanabe: Nein, mein Deutsch ist nicht so gut.

Herr Knabe: Kommen Sie aus Tokio?

Herr Watanabe: Nein, ich komm' aus Buffalo.


Wie geht's und wie ist das Wetter?

Knut: Hallo, grüß dich, Ruth.

Ruth: Grüß dich, Knut.

Knut: Sag, wie geht's?

Ruth: Oh, ganz gut!

Knut: Wie ist das Wetter?

Ruth: Ziemlich kühl.

Und in Jamaika?

Knut: Heiß und schwül.

Knut: Sag mal, was macht June?

Ruth: Hat viel zu tun.

Knut: Was macht Frank?

Ruth: Er ist noch krank.

Knut: Wie ist das Wetter?

Ruth: Ziemlich kühl.

Und in Jamaika?

Knut: Heiß und schwül.

Knut: Bitte, grüß die June.

Ruth: Werd' ich tun.

Knut: Grüß den Frank.

Ruth: Vielen Dank.

Knut: Wie ist das Wetter?

Ruth: Ziemlich kühl.

Und in Jamaika?

Knut: Heiß und schwül.

Wunderbar!

Fräulein Berg:Wunderbar!

Einfach fabelhaft!

Das gefällt mir gut.

Ganz fantastisch!

Wie gefällt Ihnen das Auto da?

Frau Vogel:Nicht ganz mein Geschmack.

Zu bombastisch.

Herr Schön:Nein, nein, nein, nein.

Das ist unmöglich!

Oh, mein Gott, nein, das gefällt mir nicht.

Das ist fürchterlich.

Das ist unmöglich.

Vielen Dank!

Frau Dupont: Vielen Dank!

Vielen Dank!

Vielen Dank für Ihre Auskunft.

Herr Kluge: Bitte schön!

Gern geschehn.

Frau Dupont: Vielen Dank!

Herr Kluge: Auf Wiedersehn!

 



LEKTION 15


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